private Homepage von Thomas Groß

Reisen

Da ich gerne photographiere, bin ich auch immer auf der Suche nach Motiven. Die Lage Sömmerdas bietet diesbezüglich nicht ganz so viele Möglichkeiten, da es weder Berge noch Meer in der näheren Umgebung gibt. Da ich beides sehr gern photographiere (möglichst zusammen auf einem Bild), habe ich schon früh angefangen, an freien Tagen zu verreisen - der Haupturlaub liegt im Sommer und geht weiter weg, an verlängerten Wochenenden oder Brückentagen wird Deutschland erkundet. Seit 2008 geht es im Sommer immer nach Griechenland - mit dem Auto....

In jungen Jahren ging es mit Motorrad und Zelt los, später mit Zelt und Auto. Inzwischen bekommt mir das Liegen auf dem Boden nicht mehr und wir sind auf die Kombination Auto und Wohnwagen umgestiegen. Für Wohnwagen kann man sehr viel Geld ausgeben, muß es aber nicht. Wir haben uns dazu entschlossen, einen schon relativ alten für rund 1000 €uro zu kaufen und uns diesen so zurecht zu machen, daß wir uns darin wohlfühlen.

Wohnwagen 1

Nach kurzer Suche war es so weit: wir hatten einen Wohnwagen gefunden, der von außen noch gut aussah und auch einen gültigen TÜV hatte. Es handelte sich um einen Hobby DeLuxe Baujahr 1975 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 850kg. Die überschritt er zur damaligen Zeit um fast 100kg. EIne Auflastung auf 1000kg wäre zwar prinzipiell möglich gewesen, hätte aber eine neue Achse mit anderen Rädern benötigt, was die Kosten noch einmal verdoppelt hätte. Aber es war gerade Herbst, wir hatten einige Ideen und den ganzen Winter Zeit zum Umbauen.

Der Innenraum war uns zu dunkel, der Teppich fleckig und die Schranktüren hatten auch schon bessere Zeiten gesehen. Außerdem war einer der Vorbesitzer wohl aktiver Motocross-Fahrer - außen gab es ein paar Aufkleber, innen eine stabile Metallschiene zur Fixierung des Motorrades während der Fahrt. Die Spüle war komplett ohne Funktion und ohne Anschluß an die Stromversorgung ging im Wohnwagen nicht mal eine Notbeleuchtung. Das gefiel uns gar nicht.

Unsere Ziele standen damit fest:

  • Abspecken des Wohnwagens auf die erlaubten 850kg,
  • Aufhellen des Innenraumes,
  • Restauration der Miniküche und
  • Einbau einer 12V-Elektrik....

Der Fußboden war im Laufe der Zeit auf drei Lagen Teppich angestiegen, die wir erst einmal komplett entsorgten. Die Bodenplatten aus Sperrholz sahen noch sehr gut aus. Sie bekamen daher als erstes einen Schutz von unten in Form eines Anstriches - noch spielte das Wetter mit. Als neuen Fußboden verklebten wir sehr helle Laminat-Platten. Außerdem entfernten wir die Motorradhalterung. Das sparte uns schon einige Kilogramm Gewicht.

Der nächste Schitt waren die schweren Klappen aus Spanplatte an den Oberschränken. Auch diese mußten sich verabschieden und wurden durch leichte Schiebetüren aus 3mm Sperrholz ersetzt. So arbeiteten wir Schritt für Schritt unsere Wunschliste ab. Ich installierte eine gasdichte Solarbatterie unter einer der Sitzbänke als Basis für die 12V-Strecke.

Dort konnte ich jetzt nicht nur eine kleine Pumpe für das Waschbecken anschließen, sondern auch eine LED-Lichterkette und ein Autoradio. Um die Batterie auch wieder voll zu bekommen, kam noch ein Solarladeregler und ein kleines Solarpanel hinzu. Aus Kosten- und Gewichtsgründen wurde letzteres allerdings nicht fest auf dem Dach des Wohnwagens montiert.

Die gesamte Miniküche war aus einer baumarktüblichen Küchenarbeitsplatte gearbeitet. Über der Spüle und dem Herd war diese unterteilt und zum Aufklappen, an der Seite war ein festes Stück Arbeitsplatte. Dieses feste Stück Arbeitsplatte wurde durch Sperrholz ersetzt, die Abdeckungen entfielen ganz. In der Summe haben unsere Gewichtseinsparungen gereicht, um das Gewicht des Hängers auf 800kg zu senken.

Wohnwagen 2

Im Sommer 2016 beschlossen wir, daß dieser Urlaub der letzte mit dem Wohnwagen sein sollte. Wir hatten inzwischen ein kräftigeres Auto, welches auch schwerere Hänger problemlos ziehen kann und der Wohnwagen war zwar gemütlich eingerichtet, aber mit einer Gesamtlänge von 560cm (Aufbau 450cm) doch ziemlich klein. Also suchten wir im Herbst nach einen neuen "Alten". Fündig wurden wir bei einem Bürstner Lux Baujahr 1985, mit Naßzelle und einem zulässigen Gesamtgewicht von 1000kg. Es ist gut einen Meter länger als Nummer 1 und in ziemlich gutem Zustand.

Beim Gewicht müssen wir hier nichts ändern, das paßt ganz gut. Allerdings gefällt uns auch hier die Gestaltung nicht sonderlich gut. Außerdem muß es mal einen Wasserschaden zwischen Naßzelle und Küche gegeben haben - der Fußboden gibt hier ziemlich nach. Außerdem wollen wir auch hier wieder eine 12V-Strecke einbauen.